Sonntag, 11. Februar 2018

Peñíscola - Tortosa - Garcia - Lleida - Ponts

187.Tag, Donnerstag 5.Mai

Morgens laufen einige Hunde, auch zwei Galgos, an unserem Parkplatz hinter dem Stadion spazieren - nette kleine Begegnungen mit spanischen Galgo-Liebhabern und ihren Hunden! Galgo-Liebhaber, die keine Jäger sind, sondern die diese Hunde nur aufgrund ihrer angenehmen Eigenschaften als Haustiere halten, gibt es auch in Spanien inzwischen mehr. Leon ist wie immer:¡Que guapo!





Heute wollen wir uns wieder etwas von der Küste entfernen und fahren entlang des Ebro ins Landesinnere. Ich mag die Wasserlandschaft des Ebro-Deltas! Die Tour ist schön und abwechslungsreich, Stellplätze gibt es allerdings wenige.



Bei Garcia halten wir an einem kleinen Haus und ich spaziere aufs geratewohl mit den Hunden den Berg hinauf. Mohnblumen in Olivenhainen und unberührte Natur, aber wohl auch Jäger, es knallt immer wieder, Farah fühlt sich unwohl und will zurück zum Bus.









Im weiteren Verlauf der Strecke finden wir wieder keine Stellplätze, wir hoffen auf die Stadt Lleida. Aber Fehlanzeige, es ist eine wenig beschauliche Großstadt, also weiterfahren!

In dieser Region wird überwiegend Viehwirtschaft betrieben, wir sehen die Tiere zwar nicht, dafür aber ihre zahlreichen gemauerten großen Ställe mit schmalen Lichtluken - und wir riechen die Gülle, die sie produzieren. Wahrscheinlich sind es Rinder, vielleicht auch Schweine. Er jedenfalls, der sich sowieso am liebsten fleischfrei ernähren würde, ist nachhaltig beeindruckt: Das wird er so schnell nicht vergessen. Auch mir ist der Appetit auf Fleisch vergangen - doch wie ich mich kenne, werde ich trotzdem irgendwann wieder schwach werden, leider!

Wir erreichen Ponts kurz vor Einbruch der Dunkelheit, sind inzwischen 250 Kilometer gefahren, und er biegt im Zentrum wieder traumwandlerisch links ab von der Hauptstraße, wo wir einen prima Standplatz auf einem öffentlichen Parkplatz finden, links davon ein Asia-Supermarkt, rechts ein weiterer Laden mit Lebensmitteln und eine Straße weiter ein Tierarzt, der wie überall in Spanien auch Hundefutter verkauft! In der Umgebung liegen Felder, ein kleiner Fluss schlängelt sich, dazu Mohnblumen, Spazierwege, ideal!









Donnerstag, 8. Februar 2018

Moncofa - Peñíscola

186.Tag, Mittwoch 4.Mai

Die Reise geht weiter, wenn auch wieder nicht sehr weit heute: Peñíscola heißt unser Ziel, über die N340 entlang der Küste.

Hier kann Leon auch endlich wieder ohne Fußverband und ohne Leine über den Strand rennen, schön, ihm diese Freiheit endlich wieder gönnen zu können. Wir kennen uns hier von unseren vorigen Aufenthalten schon gut aus und suchen uns einen ruhigen Stellplatz in der zweiten Reihe.






Abends gehe ich ins Restaurant "Hosteria de Mar". Auf unserer letzten Reise war es geschlossen und ich hatte mir immer vorgestellt, dass dies ein Hotel und Restaurant nach dem Gescmack meines Vaters gewesen wäre. Diesmal klappt es also, aber: Das Essen ist ein echter Reinfall, lieblose Hotelküche, mit einem Entrée, welches ich unangerührt wieder in die Küche zurückgehen lasse. Mejillones a la marinera, die uralt und wieder aufgewärmt sind und schon richtig eklig riechen. Die Kellnerin, gekleidet nach altem Stil mit einem Spitzenkränzchen auf den Haaren, ist danach sehr besorgt um mich und fragt mich, wie denn die (verkochten) "Judias vertes", grüne Bohnen schmecken, die auf der französischen Speisekarte allerdings mit "Aspararges", also Spargel übersetzt werden. Nur für ihr seelisches Gleichgewicht beruhige ich sie und meine, dass die in Ordnung seien... Danach gibt es noch kleine Lammkoteletts mit frisch geschnittenen Pommes Frites, die schmecken dann doch ganz leidlich, ebenso wie die tranchierte Orange zum Nachtisch. Naja, dieses Menu hätte meinen Vater dann doch nicht begeistert. Und das Essen im Alternativ-Restaurant auf der letzten Reise fand ich auch tausendmal besser...








Dienstag, 6. Februar 2018

Moncofa 3

185.Tag, Dienstag 3. Mai

Nachts ist es so kalt, dass wir die Heizung einschalten - aber morgens weckt uns die Sonne und der Wind ist nur noch ein mildes Lüftchen. Endlich ist auch er wieder einmal ganz glücklich: "Es ist so schön hier!" Wir stehen aber auch ziemlich cool, ganz am Ende der Avenida, Blick immer auf Strand und Meer, hier kommt kaum noch jemand hin, und wenn, dann sind es Jogger oder Walker, die hier eine Kehrtwende machen. Im Anschluss beginnt ein brach liegendes Feld, hier trainiert ein Bauer seine Arbeitspferde, indem er seinen Karren mit Gewichten beschwert, den die Pferde dann durch unwegsames Gelände und über den Kieselstrand ziehen müssen.














Der Mittagsspaziergang führt uns nach Platja de Nules, den Nachbarort, wo wir auf der letzten Reise schon einmal Halt gemacht haben. Auch hier stehen die kleinen Strandhäuser, nur noch sehr wenige alte im Jugendstil, doch die sind dafür auch besonders schön! Die nächste Generation der Häuser ist wohl in den 60iger Jahren entstanden, vermutlich nicht mit den besten Baumaterialien, viele davon sind schon baufällig. Auch hier stehen einige zum Verkauf - "Se vende"! Nules ist im Zentrum im Vergleich zu Moncofa noch ausgestorbener, wo es wenigstens einige Restaurants und geöffnete Geschäfte gibt, eine ziemliche Tristesse!







Später fahren wir mit dem Bus zum Einkaufen nach Moncofa-Stadt, hier gibt es einen Mercadona, wie schön! Zu Fuß ist die Strecke doch zu weit. Und danach stellen wir uns wieder auf "unseren Platz" an der Avenida Mare Nostrum, das neue Zuhause!






Montag, 5. Februar 2018

Moncofa 2

184.Tag, Montag 2.Mai

Vormittags möchte ich die Stadt Moncofa, die ein bissschen im Hinterland liegt, erkunden, doch ich komme gar nicht so weit, weil ich El Grau de Moncofa, den Küstenort, auch schon ganz hübsch finde und auch die nötigen Einkäufe hier in einem kleinen Supermarkt erledigen kann. Auf der anderen Straßenseite entdecke ich eine kleine Boutique, die die Marke "Dos Galgos" führt, ausgerechnet - die kannte ich bisher noch nicht, möchte aber gerne irgendetwas davon haben! Aber, que lástima, es ist eine Herrenmarke, Oberhemden trage ich eher nicht. Doch wo ich schon einmal da bin, kaufe ich zwei No-Name-T-Shirts, die kann ich gut gebrauchen, wo wir so selten auf Campingplätzen sind und entsprechend auch selten Gelegenheit haben, zu waschen.

 


Auf dem Rückweg entdecke ich endlich auch mal wieder etwas Hübsches zum Fotografieren, nämlich Strandhäuschen aus den Dreißiger Jahren - Moncofa gefällt mir jetzt schon viel besser als noch gestern Abend! Wenn nur der kühle Wind nicht wäre - er bleibt viel im Bus oder friert, wenn er draußen ist.